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Fair geht vor!
Kakao wächst in Ländern,
in denen die Menschen oft sehr arm sind. Früher bezeichnete man sie
als "Dritte Welt-Länder". Viele dieser armen Länder
liegen in den Tropen, das sind die Länder nördlich und südlich
des Äquators, wo es das ganze Jahr über gleichmäßig
warm ist. Sehr oft verdienen die Menschen dort ihren Lebensunterhalt als
Bauern. Sie erzeugen landwirtschaftliche Produkte, die sie an die reichen
Länder verkaufen können, z.B. Kaffee, Bananen
oder auch Kakao. Solche Produkte nennt man auch "cash-crops".
Kakaobohnen gehören zu den wertvollsten
landwirtschaftlichen Produkten. Der Preis, den die Bauern für ihren Kakao bekommen,
ist aber in den letzten zwanzig Jahren stark gefallen.
Zum Beispiel konnte sich im Jahr 1980 ein Bauer von dem Erlös eines
Sackes Kakao ein Radio kaufen. 2002 war der Preis für Kakao so sehr
gesunken, dass der Bauer sechs Säcke verkaufen musste, wenn er dasselbe
Radio wollte.
Weil die Preise so sehr gesunken sind und die Bauern für die gleiche
Arbeit viel weniger Geld bekommen, können viele Familien kaum noch
von dem Erlös leben. Eine Möglichkeit ihre Situation zu verbessern
ist der Faire Handel. Dabei werden für den Kakao angemessene Preise
bezahlt. So können die Menschen ihren Lebensunterhalt decken.
Maria erzählt
Maria, die 12-jährige Tochter eines Kakao-Bauern in Bolivien, erzählt
uns von ihrem Leben mit dem Kakao.
"Hallo,
ich bin Maria, 12 Jahre alt und komme aus Bolivien. Mein Vater ist Kakao-Bauer
und ich möchte euch etwas über unser Leben erzählen.
Unsere Familie, also meine Eltern, meine drei Geschwister und ich leben
vom Kakao-Anbau. Wir Kinder müssen natürlich mitarbeiten.
In der Erntezeit helfen wir beim Aufspalten der Früchte und beim
Fermentieren und Trocknen der Bohnen. Zum Glück können wir
auch eine Schule besuchen. Viele Kinder von Kakao-Bauern haben keine
Möglichkeit zur Schule zu gehen, weil ihre Eltern zu wenig verdienen.
Wir haben mehr Glück, denn mein Vater ist Mitglied in der Kooperative
EL CEIBO, in der sich 800 Kleinbauern zusammengeschlossen haben. Mein
Vater sagt oft, wie froh er ist bei EL CEIBO zu sein, nicht nur, weil
er für seinen Kakao einen fairen Preis erhält.
Die Berater der Kooperative haben ihm zum Beispiel gezeigt, wie man
Bio-Kakao anbaut. Das ist viel gesünder,
weil er die Pflanzen nicht mit chemischen Mitteln spritzen muss. Außerdem
bekommt er für sein wertvolles Bio-Produkt mehr Geld als für
anderen Kakao. Auch meine Mutter hat bei EL CEIBO schon viel gelernt,
z.B. über Landwirtschaft und Verwaltung.
Wenn du Produkte, die mit EL CEIBO-Kakao hergestellt wurden, einmal
probieren möchtest, dann hast du Glück. Du kannst sie auch
in Deutschland kaufen."
Kann jeder beim Fairen Handel mitmachen?
Natürlich kann nicht jeder einem Bauern in Südamerika oder
Afrika den Kakao direkt abkaufen, aber bei uns werden Produkte verkauft,
die aus Fairem Handel stammen, z.B. mit EL CEIBO. Wenn man die Bauern
und ihre Familien unterstützen will, sollte man beim Einkauf besonders
darauf achten.
Wie erkennt man fair
gehandelte Produkte?
Man muss sich eine Tafel Schokolade schon etwas genauer anschauen, wenn
man herausfinden will, ob sie aus Fairem Handel stammt. Wenn eines dieser
Symbole abgebildet ist, kann man sich sicher sein. Die Besonderheit
von "Hand in Hand" ist, dass die Produkte nicht nur aus Fairem
Handel, sondern zusätzlich aus ökologischem
Anbau stammen.
Mit Schokolade den
Regenwald schützen ?
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